SPD Lurup trauert um ihr Mitglied Marianne Paszeitis

SPD Lurup trauert um ihr Mitglied Marianne Paszeitis

Mit Trauer und Bestürzung haben die Luruper Sozialdemokraten auf die Nachricht über den Tod ihrer langjährigen und verdienten Weggefährtin Marianne Paszeitis reagiert.

Marianne Paszeitis erlag am vergangenen Donnerstag im Krankenhaus einer längeren Krankheit. Sie konnte sich im vergangen Oktober noch ihren Wunsch erfüllen und ihren 80. Geburtstag groß mit ihren langjährigen Weggefährten feiern. Auch an der Jahresabschlussfeier der SPD Lurup im Dezember 2014 konnte Marianne Paszeitis noch teilnehmen. Hier wurde sie für ihre besonderen Dienste um die Partei mit der höchsten Auszeichnung, dem Ehrenbrief für besonderes Engagement in der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands und der Willy- Brandt- Gedenkmedaille in Silber besonders geehrt.

Marianne Paszeitis ist vor 25 Jahren Mitglied der Sozialdemokratischen Partei geworden. Kaum eingetreten hat sie sich gleich in der Wahlkampagne eingesetzt und die Luruperinnen und Luruper motiviert, wählen zu gehen. „Stolz“ sei sie damals gewesen, dass ihr das gleich zugetraut wurde. Genossen habe sie auch die Zeit als sie als Hauskassiererin bei den Parteimitgliedern vorbeiging und noch Zeit zum Klönen war. Mit weitern sozialdemokratischen Frauen hat sie in den 1990-er Jahren eine Luruper Frauengruppe gegründet.

Besonders hat sich die Sozialdemokratin für die Belange der Senioren eingesetzt. Bereits bevor es bei der SPD eine Arbeitsgemeinschaft 60plus für die Älteren in der SPD gab, welche vor 20 Jahren gegründet wurde, hat sich Marianne Paszeitis für eine Seniorenbeauftragte eingesetzt. Mit der Gründung der Arbeitsgemeinschaft 60plus war Marianne Paszeitis von Anfang an dabei und war in Altona viele Jahre die Vorsitzende dieser Arbeitsgemeinschaft.

Auch außerhalb der Sozialdemokratischen Partei hat sich die Verstorbene für die ältere Generation eingesetzt. 20 Jahre hat sie im Vorstand des Seniorenbeirates in Altona mitgewirkt und beispielsweise die Seniorentage mit ins Leben gerufen. Für ihre Verdienste wurde sie zur Ehrenvorsitzenden des Seniorenbeirates Altona ernannt.

Dem Landesseniorenbeirat gehörte sie 11 Jahre als dessen stellvertretende Vorsitzende an. Als Vorsitzende der Fachgruppe Pflege kannte sie alle Seniorenheime. Besonders eingesetzt hat sie sich für eine gute Pflege alter Menschen im ambulanten und stationären Bereich. Dazu hat sie fast jede Einrichtung besucht und sich für die Verbesserung der Lebenssituation der dort wohnenden Menschen eingesetzt und wo es sein musste auch gestritten. Dabei lagen ihr die Menschen, die sich nicht selbst helfen konnten immer besonders am Herzen.

Marianne Paszeitis war immer wichtig, dass die Lebensqualität der Ältern mit Handicap verbessert wird und dass jeder am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann. Und dass die Heimbewohner auch bei der Gestaltung ihres Heimalltags mitwirken können. Deshalb hat sie sich für Heimbeiräte in Seniorenwohnheimen stark gemacht und setzte sich dafür ein, dass diese auch geschult werden, damit sie ihre Rechte und Pflichten kennen.

Durch ihr engagiertes Auftreten und ihren parteilichen Einsatz für die Interessen der Alten war sie bei vielen, wie sie selbst sagte „berühmt berüchtigt“. Dabei war sie selbst immer bescheiden und befand über sich selbst „was ich getan habe ist selbstverständlich“.

Von 2000 bis 2009 war Marianne Paszeitis Mitglied der Bezirksversammlung. Hier war sie unter anderem Sprecherin für Soziales und später auch die Vorsitzende des Sozialausschusses.

Der Vorsitzende der Luruper SPD Frank Schmitt: „Während Ihrer langjährigen Mitgliedschaft hat sich Marianne Paszeitis erfolgreich für die SPD und ihre Mitmenschen engagiert. Dabei war es ihr besonders wichtig, den Menschen zu helfen. Für ihre Mitmenschlichkeit und ihren Beitrag für Demokratie und soziale Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft werden wir Marianne stets in dankbarer Erinnerung behalten.“

admin • 16. Februar 2015

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