Schienenanbindung von Lurup und den Osdorfer Born zeitnah realisieren – den Westen nicht abhängen

Schienenanbindung von Lurup und den Osdorfer Born zeitnah realisieren – den Westen nicht abhängen

Martina Koeppen, verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion im Bürgerhaus Bornheide bei der SPD Osdorf und Lurup

Martina Koeppen, verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion bei der SPD Osdorf und Lurup

Auf einer gemeinsamen Mitgliederversammlung der SPD Osdorf und der SPD Lurup am 28. März 2017 haben sich die Mitglieder beider SPD-Gliederungen durch die verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion Martina Koeppen den aktuellen Stand der Planung für die Schienenanbindung des Hamburger Westens vorstellen lassen und diskutiert. Der System- und Variantenvergleich für den Hamburger Westen, in dem sieben Strecken­führungen analysiert wurden, ist mittlerweile abgeschlossen. Zwei der Varianten, die U5 Nord und die S32 Süd, sollen nun im nächsten Planungsschritt, in einer vertiefenden Machbarkeitsstudie, näher analysiert werden. Damit steht nun fest: Lurup und Osdorf werden entweder über die Verlängerung der geplanten U5 vom Hamburger Westen Siemersplatz oder über eine S-Bahn-Alternative vom neuen Fernbahnhof Diebsteich erschlossen. Parallel dazu soll im Rahmen der Machbarkeitsstudie auch geprüft werden, ob eine Anbindung Schenefelds realisierbar wäre.

In einer Machbarkeitsstudie werden von den ursprünglichen sieben Varianten einer Schienenanbindung für den Hamburger Westen die U5 Nord und die S32 Süd analysiert.

In einer Machbarkeitsstudie werden von den ursprünglichen sieben Varianten einer Schienenanbindung für den Hamburger Westen die U5 Nord und die S32 Süd analysiert.

 

Im Anschluss an eine spannende Diskussion haben die Mitglieder in mehreren Abstimmungen schließlich folgenden Antrag zur Weiterleitung an den Kreisparteitag der SPD Altona am 11.April 2017 beschlossen:

Schienenanbindung von Lurup und den Osdorfer Born zeitnah realisieren – den Westen nicht abhängen –

Der Kreisparteitag wird gebeten folgenden Antrag zur Weiterleitung an den Landesparteitag zu beschließen:

Der Senat wird aufgefordert, eine Schienenanbindung der Stadtteile Lurup und Osdorfer-Born möglichst gleichzeitig mit dem Beginn der Arbeiten im Osten Hamburgs auch von Westen an parallel zu realisieren.

Zur Begründung wird darauf verwiesen, dass der Stadtteil Lurup und der Osdorfer-Born mittlerweile seit 50 Jahren auf eine Anbindung an den schienengebundenen ÖPNV warten, trotz mehrfacher Zusagen verschiedenster sozialdemokratischer Landesregierungen in den letzten Jahrzehnten. Nach Auffassung der antragstellenden Distrikte ist es nach anstehender Beendigung der Machbarkeitsstudien in 2018  den Bürgerinnen und Bürgern dort nicht weiter vermittelbar, wenn die dann zu planende Schienenanbindung erst zum Ende aller Arbeiten nur von Ost nach West realisiert werden. Der Osdorfer Born würde damit dann erst mit dem letzten Spatenstich angeschlossen werden. Der Bau einer Schienenanbindung zunächst vom Osdorfer Born über Lurup jedenfalls bis zu den Anschlussstellen Stellingen (S-Bahn), Diebsteich (S-Bahn) oder Hagenbecks-Tierpark würde auf der anderen Seite auch keine Fertigstellung der darüber hinausgehenden Trasse bis in die östlichen Stadtteile Hamburgs voraussetzen und wäre insoweit zügig realisierbar.  Eine Werkstatt könnte bei einer möglichen U-5 Variante bis zur Fertigstellung der Gesamtstrecke auch im Westteil (an der U-Bahn Station Hagenbecks Tierpark) eingerichtet oder von dort über einen Wechsel auf die U 2 Strecke Leerzüge zum Zentraldepot geführt werden. Die Frage eines weiteren Depots würde sich bei Einrichtung einer S-Bahntrasse mit Einfädelung am Diebsteich-Bahnhof (S 32 Variante) nicht stellen.

Ein solches Vorgehen ist im Koalitionsvertrag der jetzigen Regierung im Übrigen auch klar festgelegt, in der es heißt:

„Die neue U-Bahnlinie U5 soll im Osten von Bramfeld über Steilshoop voraussichtlich über Sengelmannstraße und Borgweg in die Innenstadt und von dort über Lurup zum Osdorfer Born führen. Der Senat wird die Vorplanungen hierfür aufnehmen. Der Bau beginnt dann im nächsten Jahrzehnt. Der Senat setzt sich das Ziel, in spätestens 15 Jahren die wichtigsten Streckenabschnitte fertiggestellt zu haben.
Um einen zügigen Ausbau zu gewährleisten, werden wir sowohl im Osten als auch im Westen der Stadt mit den Planungen und in der Folge mit den Bauarbeiten möglichst parallel beginnen.“

admin • 31. März 2017

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